AGB

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen dem Friseursalon justhair, Inhaber/in Justus GühringGutbrodstraße 6, 70197 Stuttgart (nachfolgend „Salon“) und seinen Kund:innen über Friseurleistungen sowie den Verkauf von Produkten, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen.

(2) Die AGB gelten für Terminbuchungen vor Ort, telefonisch, per E-Mail sowie über ein Online-Buchungssystem. Bei online gebuchten Terminen gelten ergänzend die Regelungen zum Widerrufsrecht in § 4 dieser AGB.

(3) Abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen der Kund:innen werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

§ 2 Vertragsschluss und Termine

(1) Ein Vertrag kommt zustande, sobald ein Termin verbindlich vereinbart oder über das Online-Buchungssystem verbindlich gebucht und vom Salon bestätigt wurde. Bei Online-Buchungen kann der Vertrag unmittelbar mit Abschluss des Buchungsvorgangs zustande kommen.

(2) Vereinbarte Termine sind grundsätzlich verbindlich. Der Salon bemüht sich um pünktliche Leistungserbringung; geringfügige Verzögerungen im üblichen Geschäftsbetrieb bleiben vorbehalten.

(3) Kann ein Termin aus Gründen, die der Salon nicht zu vertreten hat, nicht oder nicht rechtzeitig stattfinden, insbesondere wegen Krankheit, höherer Gewalt, technischer Störungen oder sonstiger unvorhersehbarer Umstände, besteht kein Anspruch auf Durchführung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bereits geleistete Zahlungen für nicht erbrachte Leistungen werden in diesem Fall erstattet.

§ 3 Terminabsagen, Nichterscheinen und Ausfallhonorar

(1) Kund:innen können vereinbarte Termine jederzeit absagen. Aus organisatorischen Gründen wird um eine möglichst frühzeitige Absage gebeten.

(2) Eine kostenfreie Absage ist bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Bei besonders zeitintensiven Dienstleistungen mit einer geplanten Dauer von mehr als zwei Stunden ist eine kostenfreie Absage bis spätestens 48 Stunden vor dem Termin möglich.

(3) Erfolgt die Absage später oder erscheint der/die Kund:in ohne Absage nicht zum Termin, kann der Salon ein Ausfallhonorar verlangen. Dieses orientiert sich am gesetzlichen Vergütungsanspruch bei Annahmeverzug und an dem Umstand, dass der reservierte Termin kurzfristig regelmäßig nicht anderweitig vergeben werden kann. Das Ausfallhonorar beträgt 80% des für den Termin vorgesehenen Dienstleistungspreises. Dem/der Kund:in bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Dem Salon bleibt der Nachweis vorbehalten, dass im Einzelfall ein höherer Schaden entstanden ist, soweit dies gesetzlich zulässig und konkret nachweisbar ist.

(4) Ein Ausfallhonorar fällt nicht an, wenn der Termin rechtzeitig im Rahmen eines bestehenden gesetzlichen Widerrufsrechts widerrufen wird und die Voraussetzungen für einen Wertersatz- oder Vergütungsanspruch nicht vorliegen.

§ 4 Widerrufsrecht bei online gebuchten Terminen

(1) Wird ein Termin von Verbraucher:innen online verbindlich gebucht, handelt es sich regelmäßig um einen Fernabsatzvertrag. In diesem Fall besteht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Der Widerruf ist an den Salon zu richten und muss eindeutig erklärt werden, zum Beispiel per E-Mail, über die auf der Website oder im Buchungssystem bereitgestellte Widerrufsfunktion oder schriftlich per Post. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung. Widerruft der/die Kund:in den Vertrag wirksam vor Beginn der Dienstleistung, werden bereits geleistete Zahlungen unverzüglich zurückerstattet, soweit keine gesetzlich zulässigen Ansprüche auf Wertersatz bestehen.

(2) Der/Die Kund:in stimmt im Online-Buchungsprozess ausdrücklich zu, dass der Salon mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen darf, wenn der gebuchte Termin innerhalb der Widerrufsfrist liegt. Der/Die Kund:in bestätigt zugleich die Kenntnis, dass das Widerrufsrecht bei vollständiger Erbringung der Dienstleistung durch den Salon vor Ablauf der Widerrufsfrist erlischt.

(3) Wird die Dienstleistung auf ausdrücklichen Wunsch des/der Kund:in bereits während der Widerrufsfrist begonnen und vor einem Widerruf nur teilweise erbracht, ist ein angemessener Betrag für die bis zum Widerruf bereits erbrachte Leistung zu zahlen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.

(4) Seit dem 19. Juni 2026 ist bei online abgeschlossenen Verträgen mit Widerrufsrecht eine elektronische Widerrufsfunktion vorzuhalten. Der Salon setzt diese Pflicht im Rahmen des eingesetzten Online-Buchungssystems um.

§ 5 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung bzw. der Leistungserbringung im Salon oder im Online-Buchungssystem ausgewiesenen Preise.

(2) Sofern nicht anders vereinbart, ist der Rechnungsbetrag unmittelbar nach Erbringung der Dienstleistung zur Zahlung fällig.

(3) Der Salon ist berechtigt, die angebotenen Zahlungsarten festzulegen. Bei Online-Buchungen können Anzahlungen oder Vorautorisierungen vorgesehen werden, sofern hierauf vor Vertragsschluss transparent hingewiesen wird.

(4) Bei Produktverkäufen bleibt die Ware bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Salons.

§ 6 Mitwirkungspflichten der Kund:innen

(1) Kund:innen sind verpflichtet, den Salon vor Beginn der Behandlung über bekannte Allergien, Unverträglichkeiten, gesundheitliche Besonderheiten, frühere chemische Behandlungen oder sonstige Umstände zu informieren, die für die gewünschte Dienstleistung relevant sein können.

(2) Unterbleibt ein entsprechender Hinweis, haftet der Salon nicht für hieraus entstehende Nachteile, soweit diese nicht auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Salons beruhen.

(3) Empfehlungen zur Nachbehandlung und Pflege sind zu beachten. Für Behandlungsergebnisse, die durch unsachgemäße Eigenbehandlung, Verwendung ungeeigneter Produkte oder nachträgliche Eingriffe durch Dritte beeinträchtigt werden, bestehen keine Mängelansprüche.

§ 7 Haftung

(1) Der Salon haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung beruhen. Eine darüber hinaus gehende Haftung ist ausgeschlossen.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Salon nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung Kund:innen regelmäßig vertrauen dürfen.

(3) Im Übrigen ist eine Haftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Für Garderobe, Taschen, Gepäck, technische Geräte oder sonstige mitgebrachte Gegenstände wird nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit gehaftet.

(4) Eine Haftung für Behandlungsergebnisse ist ausgeschlossen, soweit diese auf unrichtigen oder unvollständigen Angaben der Kund:innen, auf nicht mitgeteilten Unverträglichkeiten, auf nachträglicher Eigenbehandlung oder auf ausdrücklichen Behandlungswünschen beruhen, die fachlich nicht empfohlen wurden, sofern keine gesetzlich zwingende Haftung entgegensteht.

§ 8 Gewährleistung und Reklamation

(1) Offensichtliche Mängel an Dienstleistungen sind dem Salon möglichst unverzüglich nach der Behandlung mitzuteilen, damit eine Prüfung und gegebenenfalls Nachbesserung erfolgen kann.

(2) Bei berechtigten Reklamationen hat der Salon das Recht zur Nachbesserung, soweit diese möglich und der/dem Kund:in zumutbar ist.

(3) Mängelansprüche bestehen nicht bei nur unerheblicher Abweichung von der vereinbarten Leistung oder wenn die Beeinträchtigung auf Umständen beruht, die dem Verantwortungsbereich der Kund:innen zuzurechnen sind, insbesondere unsachgemäßer Nachbehandlung oder Eingriffen durch Dritte.

(4) Für gekaufte Produkte gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.

§ 9 Datenschutz

(1) Personenbezogene Daten werden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), verarbeitet.

(2) Die Verarbeitung erfolgt insbesondere zur Terminverwaltung, Vertragsdurchführung, Zahlungsabwicklung und Kundenkommunikation. Näheres ergibt sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung des Salons.

(3) Soweit für Online-Buchung, Zahlung oder Kommunikation externe Dienstleister eingesetzt werden, erfolgt deren Einbindung nur im rechtlich zulässigen Rahmen.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit dem keine zwingenden Verbraucherschutzvorschriften entgegenstehen.

(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(3) Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform, soweit nicht eine strengere Form gesetzlich vorgeschrieben ist.